Spenden Kontakt

6. Dezember 2019

Gründerin der Schweizer Tafel erhält Brandenberger Preis 2019

Yvonne Kurzmeyer, Gründerin der Schweizer Tafel wurde mit dem hochdotierten und renommierten Preis der Stiftung Dr. J. E. Brandenberger ausgezeichnet. Am 30. November fand im Berner Hotel Bellevue Palace die Preisverleihung statt.

Für die Preiskommission der Stiftung DR. J.E. Brandenberger entspricht das Lebenswerk von Yvonne Kurzmeyer in hohem Masse den Anforderungen des Brandenberger Preises. Der Brandenberger Preis wird seit 1990 jährlich vergeben. Die Stiftung Dr. J. E. Brandenberger will damit Menschen auszeichnen, welche sich „unter grösstem Einsatz um das Wohl der Menschheit verdient gemacht haben“. Der Chemiker und  Forscher Brandenberger erfand 1908 das Cellophan. Die Stiftung errichtete seine Tochter Irma Marthe.

Der Präsident des Stiftungsrates Carlo Schmid-Sutter verleiht Yvonne Kurzmeyer den Brandenberger Preis 2019 

Die Preisvergabe begründet der Stiftungsrat mit Kurzmeyers «herausragenden Leistungen bei der Schaffung und Umsetzung wirkungsvoller Methoden und Strukturen zur Verwendung überschüssiger Ressourcen zugunsten Bedürftiger».

Yvonne Kurzmeyer widmet den Preis all jenen, welche sich mit Enthusiasmus für das Projekt Schweizer Tafel engagierten und immer noch engagieren. In ihrer Rede erzählt die Preisträgerin vom abenteuerlichen Auf- und Ausbau der Schweizer Tafel und beieindruckt dabei mit welchem Mut, welcher Innovationskraft und Zuversicht sie dabei immer wieder alle Hürden überwand. Zu Recht lobt Verena Weibel in ihrer Laudatio die ansteckende Begeisterung, die Hartnäckigkeit und den unbändigen Willen der Preisträgerin.

Als Kurzmeyer 2001 in Bern den ersten Standort der Schweizer Tafel eröffnete war Armut in der Schweiz noch ein Tabuthema. „Es war schwierig, den Leuten klarzumachen, dass es auch in der Schweiz viele Armutsbetroffene gibt, die dringend Hilfe benötigen“. Für diese Menschen in Not wollte sich Yvonne Kurzmeyer engagieren. Nach einem Fernsehbeitrag über die Organisation City Harvest in New York hatte sie die Idee, auch in der Schweiz überschüssige Lebensmittel an armutsbetroffene Menschen zu verteilen. Bei ihren Recherchen ist sie auf die Deutschen Tafeln gestossen – und passte deren Konzept für die Schweiz an. Unterstützt wurde sie dabei unentgeltlich von der Unternehmensberatung
McKinsey Schweiz. 

Die Stiftung Schweizer Tafel gratuliert herzlich und dankt Yvonne Kurzmeyer für ihr unermüdliches Engagement zu Gunsten von Menschen in Not. Sie ist stolz und hocherfreut über die Ehrung ihrer Gründerin und findet, dass der Preis der hochverdiente Lohn für das jahrelange uneigennützige Schaffen einer Pionierin ist.

Dankesrede der Preisträgerin Yvonne Kurzmeyer

Begründung der Preiskommssion

Laudatio von Verena Weibel