Spenden Kontakt

15. April 2019

Schweizer Tafel hilft mit Forschungslücke zu schliessen

Die Studierenden und ihre Dozentin Nadine Arnold (hinten links). (Foto: zvg)

Studierende als aktive Wissensbildner: Durch gemeinsames Erarbeiten von Programm und Themenschwerpunkten haben Masterstudierende der Uni Luzern eigenständige Forschungsprojekte zum Umgang mit Food Waste entwickelt und dabei auch die Schweizer Tafel befragt. Die Zwischenresultate werden nun als Posterausstellung präsentiert.

Was passiert eigentlich mit den Lebensmitteln, wenn sie auf dem Weg vom Feld bis zum Geschirrspüler aus der Warenkette herausfallen? Diese Frage haben sich seit letzte Semester Nadine Arnold, Oberassistentin am Soziologischen Seminar, und 14 Masterstudierende im Forschungsseminar «Food(waste) qualitativ erforschen» gestellt.

Im Zeichen des forschenden Lernens haben die Studierenden gemeinsam mit ihrer Dozentin das Programm des Seminars erarbeitet, Schwerpunkte gesetzt und eine Feldbegehung unternommen. Die Idee: Durch die Übertragung eines Teils der Verantwortung auf die Nachwuchsforschenden wird Interesse geweckt und "learning by doing" gefördert. Zum Beispiel: statt Unterricht im Seminarraum ein gemeinsamer Besuch am Schweizer Suppentag (zu Gunsten der Schweizer Tafel).

Schliessen einer Forschungslücke

Mit qualitativen Methoden untersuchten die Seminarteilnehmenden die Praktiken im Umgang mit Food Waste: Sei es, wie sich die Definition von Essbarkeit in Schweizer Kochbüchern der letzten 100 Jahre verändert hat, wie neue Apps zur Reduktion von Food Waste und damit einem nachhaltigerem Umgang mit Lebensmitteln beitragen können oder wie neue Ladenkonzepte Ware von gestern an die Kundinnen und Kunden bringen. 

Denn auch wenn Food Waste heute (metaphorisch gesprochen) in aller Munde ist, wird er meist nur quantitativ – also standardisiert oder zählend – untersucht. Diese Forschungslücke wurde im Seminar aufgespürt und begonnen, sie zu schliessen. Statt Tonnen Lebensmittelabfall zu zählen, werden soziale Wertungen, innovative Technologien oder historische Entwicklungen untersucht.

Die Teilnehmenden des Seminars habe eine Posterausstellung auf die Beine gestellt, die seit dem 10. April und noch bis diesen Donnerstag, 18. April im Foyer der Uni Luzern zu sehen ist.

Die Schweizer Tafel freut sich, dass sie für ein Interview und den Besuch des Suppentags berücksichtigt wurde.

Ausführlicher Text der Uni Luzern

Infos zur Posterausstellung

Die Poster können auf der Website von Nadine Arnold angesehen werden