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Armut in der Schweiz

Armut bedeutet Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen (materiell, kulturell und sozial). Betroffene Personen erreichen den minimalen Lebensstandard nicht, welcher in der Schweiz als annehmbar empfunden wird.

In der Regel wird Armut finanziell definiert. Die «Armutsquote» gibt an, wie hoch der Anteil der Bevölkerung ist, deren Einkommen unter einer finanziell definierten Armutsgrenze liegt.

In der Schweiz waren im Jahr 2017 670‘000 Personen oder 8,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten von Armut betroffen. Die Armut ist am Steigen, 2016 lag die Armutsquote noch bei 7,5 Prozent.

 

Grafik Armutsbetroffene 2017

 

 

8,2 Prozent der Bevölkerung der Schweiz sind von Armut  betroffen

 

Working-Poor
Armut trotz Erwerbstätigkeit 

 

Was sind Working Poor?

Wer arbeitet und es mit dem dadurch erzielten Einkommen trotzdem nicht über die Armutsgrenze schafft, wird als Working Poor bezeichnet. Das Bundesamt für Statistik BSF nennt diese Personen «erwerbstätige Arme».

Erwerbstätige Arme

165’000 Personen oder 4,3 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz sind 2017 trotz Erwerbstätigkeit von Armut betroffen, und zwar gleichzeitig sowohl von Einkommens- als auch von Entbehrungsarmut.

Armutsgrenze 

Im Jahr 2017 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 2259 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3990 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern.

 

Quelle: Bundesamt für Statistik; Statistischer Sozialbericht Schweiz 2019

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